Universität Göttingen

Nach mehrjährig bestehender Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Studium wurde im Februar 2005 eine Rahmenvereinbarung mit der Georg-August-Universität Göttingen unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist eine Abstimmung des Lehrangebots, die gemeinsame Betreuung von Promovierenden, die gegenseitige Nutzung von Einrichtungen und eine Intensivierung der Forschungskooperation. Die Kooperation zwischen den Fachbereichen Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen und der Fakultät für Agrarwissenschaften in Göttingen ist beispielhaft:

In der Forschung gibt es mehrere Kooperationen. So waren zum Beispiel beide Fakultäten neben anderen Institutionen am Aufbau des Bioenergiedorfes Jühnde und des Bioenergiehofes Obernjesa beteiligt. Außerdem ist der Kasseler Fachbereich am Sonderforschungsbereich "Stabilität von Randzonen tropischer Regenwälder in Indonesien" der Georg-August-Universität beteiligt.

Bisher konnten zwei Professuren gemeinsam besetzt werden. Seit 2006 hat Prof. Dr. Eva Schlecht die Professur für Tierhaltung in den Tropen und Subtropen in Witzenhausen und Göttingen inne. Im April 2010 wurde Prof. Dr. Ulf Liebe als Juniorprofessor für „Soziologie Ländlicher Räume“ gemeinsam berufen.

Da beide Fakultäten gegenseitig die Lehrmodule anerkennen, haben die Studierende einen breites Angebot an Lehrveranstaltungen. Göttingen und Witzenhausen liegen nur 25 Kilometer voneinander entfernt und die jeweiligen Semestertickets ermöglichen die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zwischen beiden Orten. Ein weiteres Ergebnis der Rahmenvereinbarung im Bereich Studium ist zum Wintersemester 2009/2010 eingeführte englischsprachige Masterstudiengang „Sustainable International Agriculture“.

Göttingen zählt zu den deutschen Traditionsuniversitäten, die im Zeitalter der Aufklärung gegründet wurde und sich noch heute der gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaft bewusst ist.