1. Kasseler Klimaanpassungskonferenz

Holger Schach, Regionalmanagement Nordhessen GmbH: Grußwort

Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Direktor des CliMA, Universität Kassel: Grußwort

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Herausforderung Klimawandel – Ziele und Strategien des Landes Hessen

Ute Schulte, Regionalmanagement Nordhessen GmbH: Klimaanpassung in den Clustern Gesundheit und Tourismus

Dr. Ralf Schüle, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt,Energie GmbH: Wir dürfen es nicht so nennen – Strategien der Anpassung an den Klimawandel in kleineren und mittleren Kommunen

Dr. Ulrich Reuter, Amt für Umweltschutz, Abteilung Stadtklimatologie, Stadt Stuttgart: Anpassung an den Klimawandel – Beispiel Stuttgart

Thomas Ranft: Moderation

Prof. Dr. Hahne, Universität Kassel: Erfolgreiche Klimaanpassung im Kommunalwald

Rückblick auf die erste Kasseler Klimaanpassungskonferenz

„Neue Impulse für Nordhessen“, unter diesem Motto hatten das Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA), das Regierungspräsidium Kassel und das Regionalmanagement Nordhessen mit der Unterstützung des cdw Stiftungsverbundes am 11. Februar 2015  zur 1. Kasseler Klimaanpassungskonferenz in das Ständehaus in Kassel geladen. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung, diskutierten über die aktuellen Aktivitäten, über Strategien und zukünftige Handlungsoptionen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Die hervorragende Resonanz lässt erkennen, dass das Thema Klimaanpassung in der Region zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt.

In dem Eröffnungsvortrag gab Herr Prof. Dr. Joseph Alcamo der Universität Kassel zunächst einen Überblick über die globalen Entwicklungen der Anpassung an den Klimawandel und ging dabei insbesondere auf die vorbereitenden Verhandlungen für die Klimakonferenz 2015 in Paris ein. Er betonte, dass Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Relation zu Klimaschutzaktivitäten eine zunehmend wichtige Rolle einnimmt. Mit Blick auf die Industriestaaten hob er hervor, dass zwar die unmittelbaren Auswirkungen auf die Bevölkerung vergleichsweise gering, die wirtschaftlichen Auswirkungen hingegen umso größer sein werden. Dadurch wurde deutlich, dass auch in scheinbar nur moderat vom Klimawandel betroffene Regionen wie Nordhessen Anpassungsaktivitäten dringend notwendig sind.

Im Anschluss daran stellte Frau Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Ziele und Strategien des Landes Hessen in Bezug auf die Herausforderung Klimawandel vor. Auch Sie betonte unter Verweis auf den Stern-Report aus dem Jahr 2006 die mit dem Klimawandel verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen. Frau Tappeser stellte die mit Klimaschutzanstrengungen und die mit den Folgen der Klimaänderung verbunden Kosten gegenüber und leitete die Notwendigkeit ab, sowohl für den Klimaschutz als auch für Klimaanpassung mehr zu investieren.

In den folgenden drei Beiträgen berichteten Herr Peter Riehm vom Regierungspräsidium Kassel, Frau Ute Schulte vom Regionalmanagement Nordhessen und Prof. Dr. Ulf Hahne von der Universität Kassel über gegenwärtige Klimaanpassungsaktivitäten und damit verbundene Erfolgsfaktoren und Hemmnisse in Nordhessen.

Herr Peter Riehm berichtete über die Fortsetzung von Anpassungsaktivitäten aus dem KLIMZUG-Projekt und ging dabei insbesondere darauf ein, wie die Folgen des Klimawandels Eingang in die  Regionalplanung von Nordhessen finden können und erläuterte dies anhand zum Beispiel am Thema Hochwasserschutz. Frau Ute Schulte ging in Ihrem Vortrag auf die Bedeutung von Klimawandel und Klimaanpassung in den Clustern Gesundheit und Tourismus des Regionalmanagements ein und stellte entsprechende Projekte des Regionalmanagement Nordhessens vor. Herr Prof. Dr. Ulf Hahne, stellte schließlich das kürzlich gestartete Projekt KLIMWALD vor. In diesem Projekt, das vom BMUB gefördert wird, geht es darum, Maßnahmen zur Klimaanpassung der kommunalen Wälder zu realisieren und dazu (Nutzungs-) Interessenskonflikte aufzulösen. Somit erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl aus der Perspektive der Verwaltung, der Wirtschaft sowie der Wissenschaft über aktuelle und geplante Klimaanpassungsmaßnahmen und den damit verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Im Anschluss an die Beiträge aus Nordhessen gab Herr Dr. Ulrich Reuter, Amt für Umweltschutz Stuttgart, Abteilung Stadtklimatologie Einblick in die Klimaanpassungsaktivitäten der Stadt Stuttgart. Er verdeutlichte am Beispiel der Planung, wie es in Stuttgart gelingt, Erkenntnisse des Klimawandels und der Stadtklimatologie systematisch in Planungsentscheidungen zu berücksichtigen. Dabei ging er auch auf die Herausforderung ein, dass erfolgreiche Anpassung an die Folgen des Klimawandels in der Regel voraussetzt, dass sowohl die Fachplanung als auch die Stadtklimatologie sowie die Kommunalpolitik zusammenfinden.

Nach den Einblicken in die Klimaanpassungsaktivitäten der Stadt Stuttgart ging Herr Dr. Ralf Schüle vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in seinem Vortrag auf Herausforderungen und Strategien der Anpassung an den Klimawandel in kleineren und mittleren Kommunen ein. Er referierte über wesentliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt "Kommunen befähigen, die Herausforderung der Anpassung an den Klimawandel systematisch anzugehen (KoBe)". Anhand von zahlreichen konkreten Beispielen aus verschieden Kommunen erläuterte er, welche Faktoren und Bedingungen die Anpassungskapazität von Kommunen in Deutschland maßgeblich beeinflussen und welche Strategien zu einer systematischen Anpassung an den Klimawandel auf lokaler Ebene beitragen können.

In dem darauffolgenden Podiumsgespräch diskutierten Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Stadtbaurat Christoph Nolda, Dr. Ulrich Reuter vom Amt für Umweltschutz Stuttgart sowie Prof. Dr. Alexander Roßnagel von Universität Kassel über notwendige Strategien und Strukturen zur Anpassung der Region Nordhessen an den Klimawandel.

Mit der 1. Kasseler Klimaanpassungskonferenz ist es gelungen, wesentliche Eindrücke von aktuellen Entwicklungen der Klimaanpassung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene darzustellen. Jetzt liegt es an den Netzwerkpartnern in Nordhessen, diesen Impuls zu nutzen und gemeinsam weitere Projekte zu entwickeln sowie konkrete Maßnahmen zu realisieren. Das Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung der Universität wird dabei weiterhin eine zentrale Rolle einnehmen.

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Download des Programms

Konferenzprogramm.pdf